02. - Oktober - 2026
Arbeitsrechtsschutz gewinnt durch Wirtschaftsflaute an Bedeutung
Die lahmende Konjunktur und die daraus resultierenden Jobverluste haben im ersten Halbjahr 2026 sowohl für steigendes Interesse an Rechtsschutzpolicen als auch für höhere Leistungsausgaben im Arbeitsrechtsschutz gesorgt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet für das Gesamtjahr ein Beitragswachstum von 4,5 Prozent in der Sparte. „Wenn Unternehmen Stellen abbauen oder umstrukturieren, nehmen auch die Konflikte am und um den Arbeitsplatz zu. Für Beschäftigte kann es dann schnell um die eigene wirtschaftliche Existenz gehen“, erläutert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Der Arbeitsrechtsschutz gewinnt deshalb gerade in einer Phase schwacher Konjunktur zunehmend an Bedeutung.“ Während 2024 noch 33,9 Prozent und im vergangenen Jahr bereits 36,8 Prozent aller Schadenzahlungen der Rechtsschutzversicherer auf Arbeitsrechtsschutz entfielen, stieg der Anteil in den ersten beiden Quartalen 2026 weiter auf 38,6 Prozent.
Eine entsprechende Police unterstützt Arbeitnehmer bei einer Kündigung oder anderen Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber mit anwaltlicher Beratung und Rechtskostenerstattungen bis zur vereinbarten Deckungssumme. Wichtig ist, die Police frühzeitig abzuschließen, nicht erst wenn ein Streitfall eingetreten ist.